Oberflächeninfrastruktur

Ein geologisches Tiefenlager braucht Bauten an der Erdoberfläche. Alle Bauten zusammengefasst bilden die Oberflächeninfrastruktur. Die markantesten dieser Infrastrukturen sind die Anlage am Zugang des Portals des Lagertunnels, die sogenannte Oberflächenanlage und die Nebenzugangsanlagen für Bau und Belüftung. Die Erschliessung dieser Anlagen (z.B. ein Umladebahnhof) und temporär benötigte Flächen für den Bau der Anlage (z. B. Installationsplatz, Ausbruchdeponie) werden ebenfalls zu den Oberflächeninfrastrukturen gezählt.

In Etappe 2 arbeitete die Nagra zusammen mit den Regionalkonferenzen an der Platzierung und Ausgestaltung des jeweiligen Standortareals für Oberflächenanlagen. Die benötigte Fläche variiert je nach Region und Vorschlag und reicht von 14 bis 24 Hektaren Land (s. Tabellen unten). Mit dem Bundesratsentscheid zu Etappe 2 wurden die Standortareale für Oberflächenanlagen festgelegt. In der laufenden Etappe 3 können diese Standorte noch optimiert werden. Zudem werden die Standorte für die Nebenzugangsanlagen diskutiert und festgelegt.

Flächenausdehnung Oberflächeninfrastruktur

(Szenario mit Anlage zur Verpackung der Brennelemente beim Tiefenlager; alle Zahlen gerundet)

  Oberflächen-
anlage
Neben-
zugangs-
anlagen
Verlade-
bahnhof
Total
Flächenverbrauch Oberflächen-
infrastruktur
(in ha)
6 – 8 3 – 5 1 – 2 12 – 14
Zusätzlicher Flächenverbrauch
in Bauphase
(in ha)
2 – 5
2 – 5 0 – 2 5 – 11
Temporärer Flächenverbrauch in Bauphase (in ha) 17 – 24
Höchste Gebäude (in m) 25 30 15  

Flächenausdehnung Oberflächeninfrastruktur

(Szenario ohne Anlage zur Verpackung der Brennelemente beim Tiefenlager; alle Zahlen gerundet)

  Oberflächen-
anlage
Neben-
zugangs-
anlagen
Verlade-
bahnhof
Total
Flächenverbrauch im Endzustand 4 – 6
3 – 7 1 10 – 12
Zusätzlicher Flächenverbrauch in Bauphase 2 – 5
3 – 6
0 – 1
5 – 11
Maximaler Flächenverbrauch in Bauphase 14 – 21
Höchste Gebäude (in m) 15 30 15  

FAQ

Woraus besteht die Oberflächenanlage?

Wie und wo kommt die Abluft an die Oberfläche?

Wie gross ist der Flächenverbrauch nach Verschluss? Und wie lange bleiben die Anlagen zugänglich?

Was sind die Vor- und Nachteile einer Verpackungsanlage an einem anderen Ort als der Oberflächenanlage?

Wie werden das Lager und die Oberflächeninfrastruktur vor Gefahren und Katastrophenfällen geschützt?

Können die Verantwortlichen garantieren, dass ein Erdbeben die Sicherheit eines geologischen Tiefenlagers nicht beeinträchtigt?

Könnten die Abfälle am Zwischenlager verpackt und anschliessend unterirdisch zum Tiefenlager verbracht werden? So entfiele die Verpackungsanlage bei der Oberflächenanlage.

Warum findet das Umpacken nicht unter der Erde statt, sondern an der Oberfläche?

Warum müssen die Abfälle für den Transport vom Zwischenlager zur Oberflächenanlage überhaupt umgepackt werden und dort noch einmal?

Müssen spezielle Behälter entwickelt werden für den möglichen Transport von der Verpackungsanlage zur Oberflächenanlage?

Besteht ein Unterschied bei der Abgabe von Strahlung zwischen Lagerbehältern und Transportbehältern?

Sind Schweissnähte an den Behältern eine Gefahrenquelle?

Wie werden die Transportbehälter nach Gebrauch entsorgt?

Warum werden die Abfälle gemäss aktueller Planung dereinst trocken umverpackt und nicht in einem Nasslager?

Auf welchen Grundlagen wurde der Umweltbericht 2017 verfasst? Ist voraussehbar, wie die Umwelt 2050, 2060 oder noch später aussieht?

Der Umweltbericht 2017 befasst sich mit Wirkung bzw. Auswirkungen: Wie sehen die Massnahmen zur Vermeidung von negativen Auswirkungen aus?


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Letzte Änderung 03.11.2020

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