Erdwissenschaftliche Untersuchungen

Mit erdwissenschaftlichen Untersuchungen vertieft die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle Nagra ihre Kenntnisse über den Untergrund der möglichen Standortregionen. Erdwissenschaftliche Untersuchungen brauchen gemäss Kernenergiegesetz eine Bewilligung. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK bewilligt diese Untersuchungen.

Eine Form von erdwissenschaftlichen Untersuchungen sind Sondierbohrungen. Mit ihnen gewinnt die Nagra genauere Informationen über die Gesteinsschichten im Bereich der möglichen Lagerperimeter. Sondierbohrungen werden je nach Untergrund bis zu 2000 Meter in die Tiefe abgeteuft. So will die Nagra die geologische Situation im Hinblick auf die möglichen Lagertypen beurteilen. Mögliche Lagertypen sind: ein Einzellager für schwach- und mittelaktive sowie eines für hochaktive Abfälle oder ein Kombilager für alle Abfalltypen.

Eine weitere Form von erdwissenschaftlichen Untersuchungen sind die ebenfalls bewilligungspflichtigen Quartärbohrungen. Sie gehen weniger tief als die Sondierbohrungen und dienen der Abklärung von Fragestellungen zur geologischen Langzeitentwicklung.

Das BFE führt als verfahrensleitende Behörde die Bewilligungsverfahren durch. Es bezieht die Fachstellen des Bundes und der betroffenen Kantone ein. Für jeden Bohrstandort wird ein eigenes Bewilligungsverfahren durchgeführt. Dabei werden alle Gesuche öffentlich aufgelegt. Betroffene Personen können beim BFE gegen geplante Bohrungen Einsprache erheben.

Bohrturm in Bülach
Bohrturm in Bülach

Dokumente

Sondierbohrgesuche Jura Ost

Sondierbohrgesuche Zürich Nordost

Sondierbohrgesuche Nördlich Lägern

Quartärbohrgesuche

Langzeitbeobachtung Sondierbohrung Benken

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Letzte Änderung 20.05.2021

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