Fernwärme

Die Idee, Wärmeüberschüsse aus grossen Energie- und Kehrichtverbrennungsanlagen für die Beheizung und den Wärmebedarf in Siedlungen und Dienstleistungszentren zu nutzen, ist erstens intelligent und zweitens nicht neu. Die Fernwärmekonzepte der 1960-er und 1970-er Jahre waren berühmt, Energie2000, das Vorgängerprogramm von EnergieSchweiz, förderte die Abwärmenutzung mit Fernwärme gezielt . Und heute erhält die Fernwärme vor dem Hintergrund des Einsatzes von grösseren Holz- und Geothermie-Kraftwerken eine erneute Aktualität – auch im Bereich der erneuerbaren Energien.

Fernwärme wird in einer zentralen Anlage – zum Beispiel einem Heizkraftwerk, einer Abfall- oder Holzschnitzel- Verbrennungsanlage – erzeugt. Die Wärme wird den Kunden in Form von heissem Wasser über ein Rohrleitungsnetz zum Heizen und zur Warmwasser-Aufbereitung zugeleitet.

Bei der Wärmekraftkopplung (WKK) werden gleichzeitig Strom und Heizwärme erzeugt und den Kunden durch ein Fernwärmenetz zugeführt. Fernwärme hat viele Vorteile: Fernwärmeheizungen brauchen wenig Platz und der Kunde muss sich nicht um Einkauf und Lagerung von Brennstoffen oder die Wartung kümmern. Zudem ist die Versorgungssicherheit hoch, weil Fernwärmesysteme mit verschiedenen Energien betrieben werden können.

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Letzte Änderung 11.12.2013

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