Arbeiten an Umwelt-Etikette für Autos laufen planmässig

Bern, 28.10.2008 - Der geplante Ausbau der heutigen Energieetikette zur Umwelt-Etikette kommt wie geplant voran. Am 28. Oktober 2008 informierten die Bundesämter für Umwelt, Energie und Strassen die in einer Begleitgruppe organisierten interessierten Kreise über den Stand der Arbeiten.

Im Jahr 2007 hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) beschlossen, die Energieetikette weiterzuentwickeln, welche heute unter anderem die Energieeffizienz von Autos nach den Kategorien A bis G beurteilt. Aus der heutigen Etikette soll ab 2010 eine Umwelt-Etikette werden, die nebst der Einteilung der Personenwagen in Effizienzkategorien eine Differenzierung nach ökologischen und insbesondere auch lufthygienischen Kriterien ermöglichen soll. Die Arbeiten zum Ausbau der Energieetikette zur Umwelt-Etikette werden von den Bundesämtern für Umwelt BAFU und für Energie BFE geleitet, unter Einbezug des Bundesamts für Strassen ASTRA.

Zwei sich ergänzende Bewertungen auf einer Etikette

An einer Begleitgruppensitzung mit Verteterinnen und Vertretern aus Städten, Kantonen, Umwelt- und Verkehrsverbänden, den Autoimporteuren sowie weiteren Bundestellen, wurde am 28. Oktober 2008 über den Stand des Projekts informiert. Es ist vorgesehen, in der zukünftigen Umwelt-Etikette die Inhalte der bestehenden Energieetikette fast unverändert zu übernehmen und mit zusätzlichen Informationen zur Umweltbelastung des Fahrzeugs zu ergänzen. Auf der Umwelt-Etikette sind somit zwei voneinander unabhängige Bewertungen aufgeführt. Die Energieeffizienz wird anhand der bisherigen sieben Kategorien A bis G beurteilt. Neu sollen in jede Kategorie gleich viele Fahrzeugmodelle eingeteilt werden. Ergänzt wird der Energie-Teil durch einen Umwelt-Teil in Form von Umweltbelastungspunkten. Diese Umweltbelastungspunkte werden auf der Umwelt-Etikette als Zahl und auch graphisch dargestellt, ähnlich wie dies heute auf der Energieetikette für die CO2-Emissionen der Fall ist. Die Umweltbelastungspunkte stammen aus den vom BAFU erarbeiteten Kriterien für energieeffiziente und emissionsarme Fahrzeuge (KeeF).

Die rechtliche Grundlage zur Einführung der Umwelt-Etikette soll in einer Bundesratsverordnung geregelt werden. Im ersten Halbjahr 2009 ist die öffentliche Anhörung dazu geplant. Aus heutiger Sicht spricht nichts dagegen, dass die Umwelt-Etikette wie vorgesehen per 1.1.2010 eingeführt werden kann und dannzumal die heutige Energieetikette für Personenwagen ablösen wird.

Basis für ökologische Differenzierung der Automobilsteuer

Die künftige Umwelt-Etikette soll es zudem ermöglichen, bei einer ökologischen Differenzierung der kantonalen Motorfahrzeugsteuern und der Automobilsteuer auf Bundesebene neben dem Treibstoffverbrauch auch weitere Umweltaspekte zu berücksichtigen. Über die Grundzüge eines Bonus-Systems auf der Automobilsteuer hat am 17. Oktober 2008 die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Kommunikation des Ständerates UREK-S informiert. Die entsprechende Änderung des Automobilsteuergesetzes geht in den nächsten Wochen in die Vernehmlassung.

Die Umwelt-Etikette mit ihren zusätzlichen Konsumenteninformationen und die darauf abgestützten Steuerdifferenzierungen sollen dazu führen, dass sich der Personenwagenpark der Schweiz in Zukunft moderner und ressourceneffizienter präsentiert und somit die Umwelt weniger belastet.


Adresse für Rückfragen

Martin Schiess, Chef Abteilung Luftreinhaltung BAFU, 031 322 54 34
Pascal Previdoli, Vizedirektor BFE, 031 322 56 05
Sébastien Rey, Kommissionssekretär UREK, 031 322 97 34



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Bundesamt für Umwelt BAFU
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