Stauanlagensicherheit
Das Ziel des Forschungsprogrammes Stauanlagensicherheit ist es, die technischen Grundlagen zur Gewährleistung der Sicherheit von Stauanlagen zu verbessern. Dabei steht die Standsicherheit der Absperrbauwerke (Staumauern, Staudämme oder Flusswehre) im Vordergrund. Das Forschungsprogramm befasst sich jedoch auch mit der Stabilität der Fundationen, Widerlager und Talflanken im Bereich des Stauraums sowie mit den sicherheitsrelevanten Nebenanlagen (wie Hochwasserentlastungen, Mittel- und Grundablässen).
Aktuelle Forschungsschwerpunkte
Extreme Naturereignisse
- Verbesserte Abschätzung der Einwirkung durch Hochwasser und Erdbeben auf Talsperren
- Genauere Beurteilung des Verhaltens der Talsperren unter Extremeinwirkung sowie Abschätzung möglicher Versagensprozesse
Alterungsprozesse
- Verbessertes Verständnis von Alterungsprozessen (z.B. Alkali-Aggregat-Reaktion) an Talsperren
- Beurteilung der Auswirkungen der Alterungsprozesse auf das Verhalten und die Standsicherheit des Absperrbauwerks
- Entwicklung von Verfahren zur Beurteilung möglicher Gegenmassnahmen
Überwachungsmethoden
- Entwicklung und Anwendung neuer Methoden zur verbesserten Überwachung von Talsperren
- Weiterentwicklung analytischer Methoden zur verbesserten Interpretation der Beobachtungen
Vergabeverfahren
Das BFE ist die Aufsichtsbehörde des Bundes über die Sicherheit der Stauanlagen in der Schweiz. Um diese Aufgabe wahrnehmen zu können, bedarf es technischer Grundlagen, die es sich auch mittels Forschungsaufträgen beschafft. Die Forschungsvorhaben werden in Zusammenarbeit zwischen dem BFE und den Auftragsnehmern ausgearbeitet.
