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Bioenergie

Die nachhaltige und effiziente Nutzung von Biomasse ist ein zentraler Pfeiler der Schweizer Energiezukunft. Als begrenzte Ressource erfordert Biomasse eine gezielte, systemisch abgestimmte Nutzung. Bioenergie ist multifunktional und kann Strom, Wärme sowie gasförmige und flüssige Energieträger bereitstellen. Aufgrund ihrer zeitlichen und räumlichen Steuerbarkeit kann Bioenergie einen wichtigen Beitrag zur Flexibilität und Resilienz des Energiesystems leisten. Dieser Beitrag lässt sich durch weiterentwickelte Konversionsprozesse, verbesserte Systemintegration und die Nutzung von Synergien weiter erhöhen. Forschungsvorhaben sollen ihren Ansatz konsequent am strategischen Mehrwert der Biomassenutzung für die Energiestrategie des Bundes ausrichten.

Ziele des Forschungsprogramms

Das Forschungsprogramm Bioenergie fördert anwendungsorientierte, für die Schweiz relevante Innovationen, stärkt nationale Kooperationen und bindet die Forschung international ein. Zentral sind ganzheitliche Systembetrachtungen: der gezielte Einsatz unterschiedlicher Biomassefraktionen, verbesserte Umwandlungstechnologien, Kaskadennutzung im Sinne der Kreislaufwirtschaft sowie die sinnvolle Verwertung von Nebenprodukten (z. B. CO2, Nährstoffe). Das bedingt eine systemische Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette – von Biomassequellen über Umwandlungstechnologien bis zu den Anwendungsbereichen der erzeugten Energieträger. Forschungsprojekte können sich auf spezifische Technologien oder Prozesse konzentrieren, sollen diese jedoch im Systemkontext einordnen, mit relevanten Alternativen vergleichen und die strategische Relevanz für das Schweizer Energiesystem nachvollziehbar darlegen.

Forschungsschwerpunkte 2025–2028

  • Neue und weiterentwickelte Konversionsprozesse: Effiziente Mobilisierung und Nutzung nachhaltiger Biomassefraktionen; Weiterentwicklung bestehender und neuer Verfahren
  • Systemintegration und Sektorkopplung: Räumliche und zeitliche Einbettung von Bioenergieanlagen; Bereitstellung unterschiedlicher Energieträger, Flexibilität und Speicherung
  • Negativemissionen und Nachhaltigkeitsbewertung: BECCUS, Ökobilanzierung, Wirtschaftlichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz

Vergabeverfahren

Die Forschungsförderung erfolgt subsidiär über thematische Ausschrei-bungen (Top-down) sowie im offenen Bottom-up-Verfahren. Während laufender Calls werden Projekte im Rahmen der Ausschreibung prioritär berücksichtigt. Projektideen, die den Themen eines laufenden Calls entsprechen, sind über diesen Weg einzureichen.

Aktuelle Ausschreibung (Call 2026): Die Ausschreibung wurde am 22. Juni 2026 lanciert. Die Eingabefrist für Gesuche ist der 31. August 2026. Call Bioenergy 2026 for Research Proposals (PDF)

Im Bottom-up-Verfahren wird interessierten Gesuchstellerinnen und Gesuchstellern empfohlen, frühzeitig mit der Programmleitung Kontakt aufzunehmen und zunächst eine kurze Projektskizze einzureichen (max. 2-3 Seiten, siehe Template Projektskizze). Projektskizzen kön-nen grundsätzlich jederzeit eingereicht werden, sofern sie eine klare strategische Übereinstimmung mit den Zielen des Forschungspro-gramms sowie der Energiestrategie des Bundes aufweisen. Die Finanzierung von Tagungen und Konferenzen ist nicht möglich.

Weiterführende Informationen

Programmleitung