Auf Antrag der jurassischen Kantonsregierung hat der Bund ein Patronatskomitee für das Tiefengeothermieprojekt in Haute-Sorne gebildet. Dieses soll dafür sorgen, dass bei sämtlichen Arbeiten und Abläufen im Zusammenhang mit dem Vorhaben die Good-Governance-Grundsätze und Qualitätsstandards eingehalten werden. Das Komitee setzt sich aus unabhängigen Persönlichkeiten zusammen, die das Projekt begleiten und überwachen. Es verfügt jedoch über keinerlei Entscheidungskompetenz. Falls das Komitee ein Problem in der Vorgehensweise feststellt, kann es den zuständigen Personen und Behörden Meldung erstatten. Zudem kann es den beteiligten Akteuren (Behörden, Betreiber sowie Begleit- und Informationskommission) bei Bedarf als Dialog- und Mediationsplattform dienen.
Damit das Patronatskomitee seine Aufgabe erfüllen kann, wird es von den Projektbeteiligten mit allen notwendigen Informationen versorgt. Der Betreiber, der Kanton, die Begleit- und Informationskommission sowie das Bundesamt für Energie (BFE) informieren das Komitee aktiv, sodass dieses die Abläufe und Verfahren beurteilen kann. Im Rahmen seiner Arbeit kann es auch externe Gutachten anfordern. Das Patronatskomitee hat seine Tätigkeit im Januar 2024 aufgenommen. Der ehemalige Waadtländer Ständerat Olivier Français wurde von Bundesrat Albert Rösti zum Vorsitzenden ernannt.
Das Patronatskomitee besteht aus folgenden Mitgliedern:
Olivier Français, ehemaliger Ständerat des Kantons Waadt und Vorsitzender
Pauline Godat, Vertreterin des jurassischen Kantonsparlaments und stellvertretende Vorsitzende
Christian Bréthaut, Mitinhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Hydropolitik an der Universität Genf und Vertreter der Zivilgesellschaft
Guy Bonvin vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) als Vertreter des Bundes
