Strompanne interessiert auch die schweizerischen Behörden

Bern, 29.09.2003 - Die schweizerischen Netze spielen eine zentrale Rolle in der europäischen Stromversorgung. Das Bundesamt für Energie ist deshalb an einer raschen und gründlichen Klärung der Ursachen für die Strompanne in Italien und in schweizerischen Grenzregionen interessiert. Es nimmt mit den für Elektrizitätsfragen zuständigen Behörden der Nachbarländer Gespräche auf, um aus den Ereignissen die nötigen Lehren zu ziehen und künftige Ausfälle zu vermeiden. Eine sichere Elektrizitätsversorgung ist eine Grundvoraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Länder.

Netzausfälle müssen wegen der grossen wirtschaftlichen Kosten und Beeinträchtigungen der Bevölkerung unter allen Umständen vermieden werden. Dies ist durch ausreichende
Investitionen und gute Betriebsführung zu erreichen. Für die Versorgungssicherheit sind
zudem ausreichende Kraftwerkskapazitäten erforderlich.

Zu klären ist, wo genau und aufgrund welcher äusserer Einwirkungen in der Nacht zum
Sonntag Netzstörungen aufgetreten sind. Im Tessin, in Graubünden und in Genf war die
Schweiz ebenfalls von Netzstörungen betroffen. Es ist den verantwortlichen Elektrizitätswerken gelungen, die Störungen in kurzer Zeit zu beheben. Für den Fall, dass die Strombranche nicht mehr in der Lage wäre, die Versorgung sicherzustellen, ist im Rahmen des Landesversorgungsgesetzes der Einsatz einer Notfallorganisation des Bundes vorgesehen. Diese würde beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Stromwirtschaft geplante Netzabschaltungen durchführen und Massnahmen zur kurzfristigen Verbrauchsreduktion treffen.


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Letzte Änderung 23.02.2006

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