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Fossile Energien

Die heute genutzten fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas, Kohle, Ölsande und Ölschiefer sind Gemische von Kohlenwasserstoffen, die sich während Millionen von Jahren durch geologische Umwandlungsprozesse aus abgestorbenem, organischem Material gebildet haben. In Anbetracht dessen, dass in den für uns Menschen relevanten Zeiträumen keine neuen fossilen Energien mehr entstehen können, werden die fossilen Energiereserven als nicht erneuerbare Energien bezeichnet.

Die Prognosen für die statistische Reichweite der einzelnen Fossilenergien variieren stark je nach Annahmen zur Entwicklung der globalen Nachfrage und Angebot sowie zu den nachgewiesenen Reserven (welche technisch und wirtschaftlich abbaubar sind) und den so genannten Ressourcen (d.h. nachgewiesene oder vermutete Energiemengen, deren Gewinnung derzeit technisch unmöglich und/oder nicht wirtschaftlich ist). Hier spielt auch der Preis eine entscheidende Rolle. Ein Beleg dafür ist der Boom von Schiefergas und -öl in den USA und Kanada seit Mitte der 2000er-Jahre. Die Erschliessung dieser früher kaum genutzten Reserven mit der aufwendigen Fracking-Fördertechnik wurde erst möglich, nachdem der Ölpreis die 50-Dollarmarke pro Fass dauerhaft überschritten hatte. Geht man davon aus, dass der Fossilenergieverbrauch auf dem jetzigen Niveau stabil bleibt, so dürften die nachgewiesenen Erdölreserven gemäss BP-Statistik noch gut 53 Jahre reichen. Für Erdgas rechnet BP mit rund 55 Jahren und für Kohle mit mehr als 100 Jahren. Allerdings gehen die meisten Fachleute und Organisationen davon aus, dass die globale Nachfrage nach Fossilenergien mittel- und längerfristig weiter wachsen wird, hauptsächlich getrieben von Nicht-OECD-Ländern wie China und Indien. Dadurch reduziert sich die statistische Reichweite der nachgewiesenen Energiereserven um mehrere Jahre.

Neben der Endlichkeit der Reserven liegt der grösste Nachteil der Fossilenergien in den Emissionen, die bei deren Verbrennung entstehen. Für Energiepolitik, Wirtschaft und Forschung liegt die grosse Herausforderung darin, den Verbrauch von Fossilenergien zu mässigen und diese durch erneuerbare Energieträger zu ersetzen mit dem Hauptziel, die energiebedingten CO2-Emissionen zu reduzieren.

Forschung und Entwicklung

Fossile Energieträger werden noch lange einen Grossteil unseres Energiebedarfs abdecken. Sie werden jedoch in absehbarer Zukunft in zunehmendem Masse durch Biomasse, synthetische Brennstoffe (Designer Fuels) und Wasserstoff abgelöst werden. Unabhängig vom verwendeten Brennstoff wird die Technik der Verbrennung noch lange die dominante Technologie und Effizienzsteigerung sowie Schadstoffminimierung die zentralen Ziele der Verbrennungsforschung bleiben. In dieser Hinsicht leistet das Forschungsprogramm Verbrennung und Wärme-Kraft-Koppelung Beiträge zur Verbesserung der Energieeffizienz technischer Verbrennungssysteme sowie zur Reduktion der Emissionen.

Dokumente zum Thema

Vierteljährlicher Bericht über die Marktentwicklung fossiler Energieträger

Weitere Informationen

Forschungsprogramm Verbrennung und WKK

Links

Fracking in der Internet-Enzyklopädie Wikipedia Dieses Symbol soll Sie darauf hinweisen, dass der Link auf eine externe Seite geleitet wird und Sie sich somit ausserhalb unseres Dienstes befinden und wir keinerlei Gewährleistung für folgende Inhalte geben können.
BP-Statistik Dieses Symbol soll Sie darauf hinweisen, dass der Link auf eine externe Seite geleitet wird und Sie sich somit ausserhalb unseres Dienstes befinden und wir keinerlei Gewährleistung für folgende Inhalte geben können.
Ihre Ansprechperson: Vincent Beuret
Letzte Änderung: 24.08.2015


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