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Veranstaltung "Akzeptanz durch Partizipation?"

Tagung am 29.6.2005 über den Einbezug Betroffener bei umstrittenen Grossprojekten am Beispiel der Entsorgung radioaktiver Abfälle

Bern, 08.07.2005 - Die vom BFE und dem Forum VERA gemeinsam organisierte Tagung stiess auf reges Interesse: Zirka 150 Personen aus verschiedenen Kreisen fanden sich am 29. Juni in Bern ein, um der Frage nachzugehen, wie der Einbezug Betroffener bei der Realisierung von Grossprojekten gestaltet werden kann.

Die Referate ergaben wichtige Hinweise für das weitere Vorgehen bezüglich Sachplan Geologische Tiefenlager: Der Partizipation und ihrer Ausgestaltung ist grosses Augenmerk zu widmen, soll ein Standortauswahlverfahren zu tragfähigen Lösungen führen.

Prof. Ortwin Renn von der Universität Stuttgart referierte über Partizipation aus politikwissenschaftlicher Sicht: "Unterschiedliche Konflikte verlangen konfliktgemässe Formen ihrer Bearbeitung."

Angewandte Partizipation war das Thema der Mediatorin und Konflikt-beraterin Ursula König. Sie hielt in ihrem Referat fest, dass Partizipation ein steiniger Weg ist, aber schlussendlich zum Ziel führen kann.

Der Gemeinderat von Trüllikon im Zürcher Weinland, Rolf Schenk, betonte in seinem Referat, dass Partizipation in einem möglichst frühen Zeitpunkt beginnen müsste, was in der Vergangenheit nicht der Fall war.

Arthur Schneider, Gemeindepräsident des Zwilag-Standortes Würenlingen, unterstrich in seinem Vortrag, dass grosse Planungen nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden dürfen.

Die Podiumsdiskussion machte einmal mehr deutlich, dass die Verbindung zwischen Nutzung der Kernenergie und der Entsorgung immer wieder hergestellt wird und als andauernder Konflikt bestehen bleibt. Ob im Verfahren der Festlegung der Regeln für die Standortwahl und deren Umsetzung eine Kooperation mit der Gegnerschaft der Kernenergie möglich ist, bleibt weiterhin offen und wurde durch deren Exponenten unterschiedlich beantwortet.

Werner Bühlmann, Leiter der Abteilung Recht und Sicherheit im Bundesamt für Energie, stellte fest, dass die Realisierung geologischer Tiefenlager gesetzlich verankert sei. Im Zusammenhang mit dem Ent-sorgungsnachweis werden im Herbst alle relevanten Dokumente öffentlich aufgelegt und alle Interessierte zur Stellungnahme eingeladen. Der Bund organisiert im Spätherbst 2005 ein breites Mitwirkungsverfahren zur Ausgestaltung des Sachplanes "Geologische Tiefenlager".

Unter der Leitung von Ellinor von Kauffungen wurde engagiert diskutiert. Sie forderte unter anderem die Anwesenden auf, sich über ihre Partizipationsbereitschaft zu äussern.

Dokumente zum Thema

Tagungsunterlagen

Links

Bericht in der Zeitschrift "Technologiefolgenabschätzung - Theorie und Praxis" Dieses Symbol soll Sie darauf hinweisen, dass der Link auf eine externe Seite geleitet wird und Sie sich somit ausserhalb unseres Dienstes befinden und wir keinerlei Gewährleistung für folgende Inhalte geben können.
Bulletin 02/2005 des Forum Vera Dieses Symbol soll Sie darauf hinweisen, dass der Link auf eine externe Seite geleitet wird und Sie sich somit ausserhalb unseres Dienstes befinden und wir keinerlei Gewährleistung für folgende Inhalte geben können.
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Letzte Änderung: 08.07.2005


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