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Radioaktive Abfälle: Alternativen zum Zürcher Weinland

Bern, 28.09.2004 - Im Hinblick auf die Standortwahl für ein geologisches Tiefenlager für hochaktive Abfälle sind neben dem Zürcher Weinland weitere Alternativen aufzuzeigen. Dabei hat die Sicherheit oberste Priorität. Dies hat heute Bundesrat Moritz Leuenberger bei einem Treffen in Bern von der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) verlangt. Die Nagra müsse bei der Einreichung des Gesuchs für eine Rahmenbewilligung dereinst nachweisen können, dass sie den Standort aufgrund eines echten, nachvollziehbaren Verfahrens ausgewählt hat. Die dazu notwendigen Beurteilungsregeln sollen in einem Sachplan "geologische Tiefenlager" festgeschrieben werden. Bei dessen Erarbeitung werden weitere Bundesstellen, die Kantone und das benachbarte Ausland einbezogen.

Ende 2002 reichte die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra)den Entsorgungsnachweis zum Opalinuston im Zürcher Weinland ein. Dieser soll aufzeigen,dass die Entsorgung der hochaktiven Abfälle in der Schweiz grundsätzlich möglich ist. Es handelt sich dabei aber um keinen Standortentscheid. Dieser dürfte nicht vor 2010 fallen. Im Hinblick darauf müssen aus Sicht des UVEK andere potentielle Standortregionen verglichen werden. Im Rahmen der Beantwortung eines Postulats aus dem Nationalrat will Bundesrat Leuenberger dem Gesamtbundesrat einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten. Ob für den Standortentscheid verschiedene Gesteinsschichten weiter einbezogen werden sollen oder ob eine Fokussierung auf Gebiete mit Opalinuston sinnvoll ist, kann erst nach Abschluss der Überprüfung des Entsorgungsnachweises durch die Sicherheitsbehörden und dem für 2005 vorgesehenen öffentlichen Auflageverfahren entschieden werden.

Zurzeit erarbeitet das Bundesamt für Energie die Grundlagen für ein Auswahlverfahren für geologische Tiefenlager. Dieses soll im Rahmen eines Sachplans nach Raumplanungsgesetz festgeschrieben werden. Bei dessen Erarbeitung werden weitere Bundesstellen, die Kantone und die zuständigen Behörden des benachbarten Auslands einbezogen. Interessierte Organisationen und die Bevölkerung werden ebenfalls frühzeitig informiert und können in geeigneter Weise mitwirken.

Stellungnahme der HSK zu "Kristallin-I und neue Forschungsstudie zur Entsorgung"

Mit der Sicherheitsanalyse "Kristallin-I" präsentierte die Nagra 1995 eine abschliessende Auswertung der Untersuchungen im kristallinen Grundgebirge der Nordschweiz. Die HSK hat diesen Bericht überprüft und ihre Schlussfolgerungen veröffentlicht (Faktenblatt). Neu liegt weiter eine im Auftrag des Bundesamts für Energie verfasste Studie zum Stand der Forschung und Entwicklung zur Entsorgung radioaktiver Abfälle vor (Faktenblatt).

Dokumente zum Thema

Faktenblatt

Weitere Informationen

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Letzte Änderung: 28.09.2004


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