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Ökologie und Hochwasserschutz

Bei der Planung von Kraftwerken, seien es neue oder Revitalisierungen, werden die Ökologie, die Anliegen der Anstösser und der Fischerei berücksichtigt. Grünes Licht von den Behörden gibt's nur, wenn eine für alle Parteien verträgliche Lösung gefunden wird.

Fischaufstieg

Stauanlagen in Fliessgewässern stellen für Fische und wirbellose Tiere meist ein unüberwindbares Hindernis dar. Da viele dieser Tiere flussauf- und flussabwärts wandern, werden Fischaufstiege an den Stauanlagen installiert. Diese ermöglichen den Tieren das Überwinden der Staustufe flussaufwärts. Es gibt viele verschiedene Arten von Fischaufstiegen. Die Wahl fällt auf Grund der räumlichen Gegebenheiten und den vorherrschenden Fischarten.
Die Migration flussabwärts ist an vielen Standorten auch heute noch schwierig. Es kommt immer wieder vor, dass Fische durch die Turbinen schwimmen, was zu Verletzungen der Tiere und Störungen im Betrieb führen kann. Fischverträgliche Abstiegsmöglichkeiten sind jedoch Thema unterschiedlicher Forschungsaktivitäten und es ist zu erwarten, dass in den nächsten Jahren ein Durchbruch erzielt werden kann.

Restwasser

Einem Fliessgewässer darf für die Speisung eines Kraftwerkes nicht das gesamte Wasser entnommen werden, ein Teil muss im Flusslauf verbleiben. Dies ist das so genannte Restwasser. Die Restwassermenge muss jederzeit unterhalb der Entnahmestelle dem Gewässer zur Verfügung stehen, soweit die natürlichen Gegebenheiten dies zulassen. In sehr trockenen Jahren kann teilweise weniger Wasser vorhanden sein, als durch die Restwasserregelung verlangt.

Die Mindestrestwassermenge ist in Art. 31 des "Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer" (GSchG) geregelt. In begründeten Ausnahmefällen kann jedoch hiervon in beiden Richtungen abgewichen werden. Bei Laufkraftwerken ist üblicherweise keine Restwassermenge vorgesehen, da das turbinierte Wasser am Fuss des Entnahmebauwerkes wieder dem natürlichen Gewässer zugeführt wird.

Hochwasser

Stauanlagen führen meist zu einem nicht unerheblichen Eingriff in das betreffende Gewässer, und in der Vergangenheit wurde die dadurch entstehende Hochwasserproblematik oft nicht hinreichend beachtet. Gerade bei sehr alten Anlagen besteht auch wegen Aufbauten auf dem Wehrkörper bei Hochwasserereignissen häufig die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Verschlusses eines Fliessgewässerquerschnittes infolge von angeschwemmtem Treibgut (die so genannte Verklausung), was zu schwerwiegenden Schäden führen kann. Die Rehabilitierung alter Kraftwerksstandorte bietet die Möglichkeit, wirtschaftlich diese potentielle Gefahr einzudämmen.

Dokumente zum Thema

Kleinwasserkraftwerke, DIANE 10
Ihre Ansprechperson: Martin Bölli
Letzte Änderung: 11.09.2009


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http://www.bfe.admin.ch/kleinwasserkraft/03879/03883/index.html?lang=de