Beginn Inhaltsbereich
Willkommen beim Forschungsprogramm Wasserstoff des Bundesamts für Energie (BFE)
Als chemischer Energieträger birgt Wasserstoff langfristig das Potenzial, unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Er kann zudem wesentlich zur Energieversorgungssicherheit, der Reduktion der CO2-Emmissionen sowie der industriellen Innovation beitragen. Da Wasserstoff auf der Erde nur in gebundener Form vorkommt, erfordert dessen Gewinnung allerdings Energie aus anderen – zum Beispiel erneuerbaren – Energiequellen. Wasserstoff ist damit im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen ein sekundärer, dafür aber erneuerbarer Energieträger, welcher als Zwischenspeicher die schwankende Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien wie Wind oder Sonne ausgleichen kann. Die Rückgewinnung der Energie aus Wasserstoff erfolgt praktisch emissionsfrei und in Kombination mit Brennstoffzellen mit einem sehr hohen Wirkungsgrad. Die Anwendungsgebiete den Energieträger Wasserstoff sind sehr vielfältig - sowohl im Mobilitäts- als auch im stationären Bereich.
Als Wasserstoffwirtschaft bezeichnet man im strengen Sinne eine energetische Gesamtlösung, in welcher Wasserstoff als Energieträger die zentrale Rolle einnimmt. Dazu gehört die CO2-freie Produktion basierend auf erneuerbaren Energien, gefahrlose und effiziente Speichersysteme, ein Verteilernetz (ehemaliges Erdgasnetz) sowie eine möglichst verlustfreie Umwandlung beim Endverbraucher in Wärme und Elektrizität. Ein Wasserstoffnetz könnte sowohl die Speicherung als auch den Transport von Energie effizienter übernehmen als in einer Stromwirtschaft mit erneuerbaren Energien, in welcher das Problem der Reservehaltung wahrscheinlich nicht endgültig gelöst werden kann. In einer Stromwirtschaft kann Wasserstoff als chemischer Energiespeicher, welcher dezentral produziert wird, eine Zwischenspeicherfunktion übernehmen und damit im Zusammenspiel mit erneuerbaren Energiequellen zu einer nachhaltigen Energieversorgung beitragen. Um die Wasserstoff-Technologie zur Anwendungsreife zu bringen, besteht nach wie vor ein grosser Bedarf an Grundlagenforschung insbesondere im Bereich der Materialien. Schlüsselherausforderungen sind:
In der Schweiz befasst sich die Energieforschung seit mehreren Jahrzehnten mit dem Thema Wasserstoff. Es bestehen hierzulande weltweit führende Kompetenzen in Forschung und Entwicklung sowohl an den eidgenössischen Hochschulen, Universitäten und Fachhochschulen als auch in kleineren und mittleren Unternehmen. Die in der Schweiz laufende Forschung ist dabei eng in internationale Projekte eingebunden. Das Forschungsprogramm Wasserstoff des Bundesamtes für Energie versucht, nationale und internationale Aktivitäten zu koordinieren und die Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Fachhochschulen und der Privatindustrie zu fördern.
Ende Inhaltsbereich