Im Netzinfrastrukturbereich sind unter anderem die folgenden Entwicklungen zu beobachten:
- Auf Stromverteilnetzebene fortschreitende Durchdringung von dezentralen Energieeinspeisungen (Sonnenenergie, Geothermie, Windenergie, Biomasse, Kleinwasserkraft, Wärme-Kraft-Kopplung, usw.)
- Im Übertragungsbereich Zunahme der Energieflüsse infolge grenzüberschreitenden Stromhandels, daraus resultierend verstärkte Engpasshäufigkeit
- Zunehmende Alterung der bestehenden Netzinfrastruktur
- Wechselseitige Abhängigkeit von Netzbetrieb und Ausgestaltung offener Märkte
- Übertragung, Verteilung und Konversion verschiedener Energieträger in parallelen Energieträgernetzen
- Vermehrter Einsatz von Energiespeichern (Druckluftsysteme, Supercaps, usw.)
- Erhöhte Sensibilisierung von Stakeholdern für ökologische, ökonomische und soziale Aspekte
Im Hinblick diese Entwicklungen wurden zusammen mit der "Commission Fédérale pour la Recherche Energétique (CORE)" für die Jahre 2008 bis 2011 gezielte Forschungsschwerpunkte gesetzt:
Elektrizitätsnetze
- Modellierung und Evaluation von Wechselwirkungen hinsichtlich Netzbetrieb und -design, Versorgungszuverlässigkeit und Organisation des Elektrizitätsmarktes
- Praxisnahe Bewertung von ökonomischen und technischen Wechselwirkungen bei marktbasierten Engpassmanagementsystemen und beim Netzausbau
- Analyse der Versorgungszuverlässigkeit mit Berücksichtigung liberalisierter Marktarchitekturen
- Systemkonzeption für effizientes und sicheres Netzmanagement.
Gekoppelte Energienetze (Elektrizität, Gas, Wärme)
- Entwurf und Analyse von zukunftsweisenden Energienetzarchitekturen unter Ausnutzung von Synergieeffekten (Verteilung, Übertragung, Konversion, Speicherung)
- Bewertung der Versorgungssicherheit bei Multi-Energieinfrastrukturen
- Abschätzung der sozialen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen.
Technologien für Energienetze
- Flexible Energieflusssteuerungen (FACTS)
- Effizienzsteigernde Verteil- und Übertragungsnetzelemente.