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Willkommen beim Forschungsprogramm Geothermie des Bundesamtes für Energie (BFE)
Der Begriff geothermische Energie umfasst mehrere Ressourcen, welche sich bezüglich Nutzung und Entwicklungsstand stark unterscheiden. Die Technik der Erdwärmesondenanlagen (EWS) ist heute ausgereift und die Systeme können sich am Markt behaupten. In den Jahren 2008 bis 2011 wurden rund 1‘400'000 m Erdwärmesonden pro Jahr abgeteuft. Der Markterfolg der EWS zeigt, dass die Forschungsbedürfnisse dieser Technik weit gehend abgedeckt sind. Die Unterstützung zielt deshalb primär auf grosse und komplexe Anlagen, insbesondere für kombiniertes Heizen und Kühlen sowie auf Verbesserungen bezüglich Effizienz und Wirtschaftlichkeit.
Die hydrothermalen Quellen sind im Gegensatz zu den EWS nur in speziellen Gebieten verfügbar. Je nach Temperatur des Wassers kann die Wärme direkt zu Heizzwecken genutzt werden, bei sehr günstigen Verhältnissen ist auch eine Stromproduktion möglich. Wegen der geringen Zahl bisher realisierter Projekte besteht für Forschung und Entwicklung ein substanzieller Bedarf.
Die dritte Hauptkategorie, die Technik der "Enhanced Geothermal Systems" (EGS) hat in der Schweiz ein sehr grosses Potenzial. Deshalb werden bereits seit mehreren Jahren Forschungsprojekte durchgeführt, welche zu einem ersten Pilotprojekt – Deep Heat Mining in Basel – führten. Wichtig ist auch die Mitwirkung von Schweizer Forschern am europäischen EGSProjekt in Soultz-sous-fôrets (F). Die Gewinnung von Wärme aus einem in 5000 m Tiefe liegenden Felsvolumen ist eine enorme Herausforderung und erfordert Kenntnisse aus den verschiedensten Disziplinen.
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