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Energieverbrauch 2013 um 2,5 % gestiegen

Bern, 26.06.2014 - Der Endenergieverbrauch der Schweiz ist 2013 gegenüber dem Vorjahr um 2,5% auf 896`000 Terajoule (TJ) gestiegen. Hauptgrund dafür war die kühle Witterung. Zum Verbrauchsanstieg trugen aber auch die positive Wirtschaftsentwicklung und das anhaltende Bevölkerungswachstum bei.

Mit 896`000 TJ lag der Endenergieverbrauch 2013 nur wenig unter dem Spitzenwert des Jahres 2010 (902`980 TJ). Wie 2010 gab es auch 2013 einen kalten  Winter. So haben die Heizgradtage, ein Indikator für den Energieverbrauch zu Heizzwecken, gegenüber dem Vorjahr um 5,8% zugenommen. Zum höheren Energieverbrauch bei trug aber auch die Zunahme der ständigen Wohnbevölkerung (+1,2%), des Bruttoinlandprodukts (+2,0) , des Motorfahrzeugbestands (+1,6%) sowie des Wohnungsbestands (keine genauen Zahlen verfügbar).

Verbrauchsanstieg von Energieträgern zu Heizzwecken

Die kalte Witterung bewirkte einen Anstieg des Verbrauchs von Energieträgern zu Heizzwecken: Der Verbrauch von Heizöl extra-leicht stieg um 5,4%, derjenige von Erdgas um 5,9% gegenüber dem Vorjahr an. Der Elektrizitätsverbrauch legte um 0,6% zu (siehe Medienmitteilung BFE vom 10. April 2014). Zugenommen hat auch die energetische Verwendung von Industrieabfällen (+2,3%) und Kohle (+7,6%). Der Verbrauch der schweren Heizölsorten sank um 41,2%, derjenige von Petrolkoks um 23.4%.

Treibstoffverbrauch konstant

Der Treibstoffverbrauch insgesamt blieb gegenüber dem Vorjahr konstant. Der Trend zur Substitution von Benzin durch Dieseltreibstoff setzte sich jedoch ungebrochen fort: Der Absatz von Dieselöl erhöhte sich um 4,4%, hingegen war der Benzinverbrauch wie jedes Jahr seit 2001 rückläufig (-4,5%). Der Absatz von Flugtreibstoffen stieg um 1,1%.

Verbrauchsanstieg auch bei den erneuerbaren Energien

Die Witterung wirkte sich auch auf den Verbrauch der erneuerbaren Energieträger zu Heizzwecken aus. Der Verbrauch von Energieholz stieg um 9,4%. Auch die Nutzung von Umgebungswärme durch Wärmepumpen lag 11,8% über dem Vorjahreswert, ebenso der Verbrauch von Fernwärme (+6,0%) und Solarwärme (+10,3%).

Die direkte Nutzung von Biogas erhöhte sich um 0,6%. Unter Berücksichtigung des ins Erdgasnetz eingespeiste Biogas (das statistisch als Erdgas verbucht wird), ergibt sich ein Anstieg des Biogasverbrauchs von 7,1%. Hingegen sank der Verbrauch von Biotreibstoffen um 7,7%.

Revision der Gesamtenergiestatistik 1980 - 2012

Die Zahlen der Gesamtenergiestatistik 2013 basieren auf der im Mai 2014 publizierten revidierten Datengrundlage und sind deshalb nur bedingt mit den im letzten Jahr veröffentlichten Werten vergleichbar. Die Revision beinhaltete neue Heizwerte für fossile Brenn- und Treibstoffe sowie Kohle, aktualisierte Datengrundlagen zu den Leitungsverlusten beim Erdgas und Anpassungen beim Heizölverbrauch (siehe Medienmitteilung BFE vom 2. Mai 2014).

Die Schweizerische Gesamtenergiestatistik 2013 ist ab der zweiten Hälfte Juli auf Internet verfügbar und Anfang August 2014 in gedruckter Form erhältlich. Ab sofort verfügbar ist ein erster zusammenfassender Überblick (siehe Anhang).

Adresse für Rückfragen:

Marianne Zünd, Leiterin Kommunikation BFE, 058 462 56 75 / 079 763 86 11

Herausgeber:

Bundesamt für Energie
Internet: http://www.bfe.admin.ch


http://www.bfe.admin.ch/energie/00588/00589/00644/index.html?lang=de