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Stromverbrauch 2013 um 0,6% gestiegen

Bern, 10.04.2014 - Im Jahr 2013 hat sich der Stromverbrauch in der Schweiz um 0,6% auf 59,3 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) erhöht; der Inlandverbrauch (zuzüglich Übertragungs- und Verteilverluste) lag bei 63,8 Mrd. kWh. Die Landeserzeugung der einheimischen Kraftwerke stieg um 0,4% auf 68,3 Mrd. kWh bzw. erreicht ein Niveau von 66,2 Mrd. kWh nach Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen. Der mengenmässige Stromexportüberschuss lag im Jahr 2013 mit 2,4 Mrd. kWh zwar um 0,2 Mrd. kWh über dem Vorjahreswert, hingegen sank der monetäre Aussenhandelssaldo in Schweizer Franken auf 327 Mio. Franken gegenüber 771 Mio. Franken im 2012.

Der schweizerische Elektrizitätsverbrauch (entspricht dem Landesverbrauch nach Abzug der Übertragungs- und Verteilverluste von 4,5 Mrd. kWh) stieg 2013 um 0,6% auf 59,3 Mrd. kWh (2012: 59,0 Mrd. kWh). Nach dem Rekordjahr 2010 mit 59,8 Mrd. kWh ist dies der zweithöchste Stromverbrauch der Schweiz. Die stärkste Verbrauchszunahme ergab sich mit + 2,2% im zweiten Quartal, in den übrigen Quartalen veränderte sich der Stromverbrauch im Vergleich zu den Vorjahresquartalen nur geringfügig (- 0,2% im 1. Quartal, + 0,2% im 3. Quartal und + 0,3% im 4. Quartal).

Einige wichtige Einflussgrössen auf den Elektrizitätsverbrauch zeigen im Jahre 2013 folgende Entwicklungen:

  • Wirtschaftsentwicklung: Das Bruttoinlandprodukt (BIP) nahm 2013 um 2,0% zu (Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO).
  • Bevölkerungsentwicklung: Die Bevölkerung der Schweiz steigt gemäss dem ,mittleres" Bevölkerungsszenario der Bevölkerungsszenarien 2010 des Bundesamtes für Statistik (BFS) um rund 0,9% pro Jahr. (Das BFS hat noch keine offiziellen Daten zur Entwicklung der Wohnbevölkerung im Jahr 2013 publiziert.)
  • Witterung: 2013 nahmen die Heizgradtage gegenüber dem Vorjahr um 5,8% zu (siehe Tabelle im Anhang). Da in der Schweiz rund 9% des Stromverbrauchs für das Heizen verwendet werden (Analysen des Energieverbrauchs nach Verwendungszweck, BFE/Prognos 2013), steigt damit auch der Stromverbrauch an.

Hohe inländische Elektrizitätsproduktion

Die Elektrizitätsproduktion (Landeserzeugung vor Abzug des Verbrauchs der Speicherpumpen von 2,1 Mrd. kWh) des schweizerischen Kraftwerkparks stieg 2013 um 0,4% auf 68,3 Mrd. kWh (2012: 68,0 Mrd. kWh). Nach dem Rekordjahr 2001 ist dies das zweithöchste jemals erzielte Produktionsergebnis. In den beiden Winterquartalen des Jahres lag die Inlanderzeugung über den entsprechenden Vorjahreswerten (1. Quartal: + 4,8%, 4. Quartal: + 5,3%). In den beiden Sommerquartalen wurde im  Inland hingegen weniger Elektrizität erzeugt als in den entsprechenden Vorjahreswerten (2. Quartal: - 3,4%, 3. Quartal: - 4,1%).

Die Wasserkraftanlagen (Laufkraftwerke und Speicherkraftwerke) produzierten 0,8% weniger Elektrizität als im Vorjahr (Laufkraftwerke - 0,4%, Speicherkraftwerke - 1,2%). Im Sommer sank die Produktion der Wasserkraftwerke um 4,1%, in den beiden Winterquartalen ergab sich aber eine Produktionszunahme von 3,6%.

Die Stromproduktion der fünf schweizerischen Kernkraftwerke stieg um 2,2% auf 24,8 Mrd. kWh (2012: 24,3 Mrd. kWh), wobei das Kernkraftwerk Leibstadt dank einer Leistungserhöhung einen neuen Produktionsrekord vermeldete. Die Verfügbarkeit des schweizerischen Kernkraftparks erreichte 86,1% (2012: 84,9%).

Am gesamten Elektrizitätsaufkommen waren die Wasserkraftwerke zu 57,9%, die Kernkraftwerke zu 36,4% sowie die konventionell-thermischen und anderen Anlagen zu 5,7% beteiligt.

Exportüberschuss im Jahre 2013

Bei Importen von 36,2 Mrd. kWh und Exporten von 38,6 Mrd. kWh ergab sich 2013 ein Exportüberschuss von 2,4 Mrd. kWh (2012: Exportüberschuss von 2,2 Mrd. kWh). Im ersten und im vierten Quartal importierte die Schweiz per Saldo 1,7 Mrd. kWh (2012: 3,3 Mrd. kWh), im zweiten und dritten Quartal exportierte sie per Saldo 4,1 Mrd. kWh (2012: 5,5 Mrd. kWh).

Der Erlös aus den Stromexporten betrug 2'386 Mio. Franken (6,22 Rp./kWh). Für die Stromimporte fielen Ausgaben von 2'059 Mio. Franken an (5,71 Rp./kWh). Der positive Aussenhandelssaldo der Schweiz sank um 42,4 % auf 327 Mio. Franken (2012: 771 Mio. Franken).

Hinweis: Im Rahmen von Umstrukturierungen in der Elektrizitätswirtschaft, zum Beispiel durch Fusionen von Handelsabteilungen, fielen ab Beginn 2013 bedeutende Bilanzkreisumsätze vor allem in Bezug auf Deutschland weg. Diese Änderung reduziert das Volumen der Exporte und Importe deutlich. Der Aussenhandelssaldo der Schweiz ist von dieser Änderung nur geringfügig betroffen.

Adresse für Rückfragen:

Marianne Zünd, Leiterin Kommunikation BFE, Tel. 031 322 56 75 / 079 763 86 11

Herausgeber:

Bundesamt für Energie
Internet: http://www.bfe.admin.ch


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