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Die Schlussbilanz des Projektes "Naturafarm_Biogas50" ist eindrücklich: Die 11 Biogas-Anlagen produzieren rund 6'400 Megawattstunden (MWh) Strom pro Jahr. Um die gleiche Strommenge zu erzeugen, bräuchte es eine Photovoltaik-Anlage mit einer Fläche von 53'700 Quadratmetern oder elf Fussballfeldern. Und dank der Wärmeproduktion von 5'700 MWh sparen die 11 Anlagen jährlich 578'000 Liter Heizöl oder 1'500 Tonnen CO2.
Aus dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit stellte Coop pro Anlage bis zu 200'000 Franken als Beitrag zu den Investitionskosten zur Verfügung, insgesamt rund 1,2 Millionen Franken. EnergieSchweiz unterstützte die Beratungsdienstleistungen mit total 72'300 Franken. Insgesamt lösten Coop und EnergieSchweiz so Investitionen von rund 10,5 Millionen Franken aus. Ein Steuerungsausschuss aus Vertreterinnen und Vertretern von Coop sowie der Bundesämter für Energie (BFE) und Landwirtschaft (BLW) begleitete das Projekt. Die Informationsstelle BiomassEnergie sorgte für die Projektkoordination und stand den beteiligten Landwirten mit Beratungsdienstleistungen zur Verfügung.
Grundlage für die Zusammenarbeit von Coop und EnergieSchweiz bildete eine Studie, die 2005 zeigte, dass rund 50 Naturafarm-Betriebe für eine Biogas-Anlage sehr gut geeignet wären. Coop wollte deshalb bis 2010 in die Förderung von fünfzig Biogas-Anlagen investieren. Der im April 2012 vorgelegte Schlussbericht des Projektes zeigt nebst Informationen zu den geförderten Anlagen auch die Schwierigkeiten und "Lessons Learnt" auf. So stand die Informationsstelle über die gesamte Projektdauer mit 71 Landwirten in Kontakt. 45 reichten schliesslich einen Antrag ein, davon erfüllten 19 die Förderkriterien. Acht Landwirte gaben ihre Projekte aus verschiedenen Gründen vor der Umsetzung auf, 11 Anlagen wurden gebaut.
Die Hauptschwierigkeiten, die das Erreichen der gesteckten quantitativen Ziele verhindert haben, werden im Schlussbericht wie folgt identifiziert:
Die Zusammenarbeit in diesem PPP-Projekt hat sehr gut funktioniert, so dass EnergieSchweiz und Coop weiteren gemeinsamen Projekten offen gegenüber stehen. Coop möchte die Fördermittel aus dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit vermehrt spezifisch für einzelne, rasch realisierbare Massnahmen einsetzen, anstatt in grosse und langwierige Projekte zu investieren. So sieht Coop weiterhin grosse Potenziale für Energieeffizienz- und Klimaschutzmassnahmen in der Landwirtschaft. Erste Gespräche für eine Zusammenarbeit zwischen Coop, EnergieSchweiz und AgroCleanTech, der Energie- und Klimaagentur der Landwirtschaft, haben bereits stattgefunden.