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Holzenergie-Nutzung stieg 20 Prozent seit 1990

Bern, 16.12.1999 - Heizen mit Holz erfreut sich zunehmender Beliebtheit: Der Verbrauch von Brennholz und die Zahl der Holzverbrennungsanlagen nehmen seit Beginn des Aktionsprogramms Energie 2000 im Jahr 1990 zu. Das zeigt die neunte Folge der Schweizerischen Holzenergiestatistik, die das Bundesamt für Energie (BFE) am Donnerstag veröffentlicht hat.

Wie der Statistik zu entnehmen ist, hat sich der Verbrauch von Holzbrennstoffen zwischen 1990 und 1998 um 20,7 % auf 2'444'600 (2'025'600) Kubikmeter vermehrt. Dank dem Fortschritt der Heiztechnik stieg der effektive Endverbrauch von Holzenergie noch etwas stärker um 23,6 % auf 20'960 (16'960) Terajoule (TJ).

Die Zahl der Holzfeuerungen vermehrte sich um 4,6 % auf 663'500 (634'200) Anlagen. Da die installierte Leistung gleichzeitig um 9,6 % auf 9,8 (10,9) Gigawatt fiel, ergibt sich ein Trend zu kleineren, effizienteren Anlagen, die stärker beansprucht werden. In der Gesamtenergiestatistik ist der Holzanteil leicht von 2,2 auf 2,5 % gestiegen, während der inländische Endenergieverbrauch zwischen 1990 und 1998 um 7,8 % zunahm.

Wirksames Förderprogramm

Im Rahmen des Aktionsprogramms Energie 2000 fördert das BFE die Holzenergie seit 1990 jährlich mit rund 4,7 Mio. Franken. Die damit unterstützten automatischen Feuerungen mit einer Leistung von mehr als 70 Kilowatt weisen denn auch die grössten Zuwachsraten auf. Ihr Bestand stieg zwischen 1990 und 1998 um 60,8 % auf 3'310 (2'060) Anlagen. Die verbrannte Holzmenge kletterte um 87,2 Prozent auf 879'000 (469'600) m3 und der Endverbrauch von Holzenergie um den selben Prozentsatz auf 7`440 (3'970) TJ. Das Ziel einer Verdoppelung des Verbrauchs bis Programmende im September 2000 ist in greifbare Nähe gerückt. Automatische Feuerungen stehen vor allem in Holz verarbeitenden Betrieben und in öffentlichen Gebäuden.

Die Zahl der Einzelraumheizungen nahm in den letzten acht Jahren um 13,9 % auf 599'200 (526`300) Anlagen zu. Die grössten Zuwachsraten wiesen die geschlossenen Cheminées auf, die zunehmend die offenen Cheminées ersetzen, gefolgt von den Cheminéeöfen. Einen Rückgang um 42,4 % auf noch 61'000 (105'800) Anlagen verzeichneten die Gebäudeheizungen. Besonders starke Einbussen erlitten die für verschiedene Energieträger ausgerüsteten Doppel- und Wechselbrandkessel, welche die strengen Anforderungen der Luftreinhaltevorschriften nicht mehr erfüllen und kaum mehr erhältlich sind. Rückläufig sind auch die Zentralheizungsherde und die kleineren Stückholzkessel.

Holz kommt ausserhalb der Städte zum Einsatz

Gebäudefeuerungen sind im städtischen Raum kaum mehr im Einsatz. Sie konzentrieren sich heute auf Einfamilienhäuser der Agglomeration und des ländlichen Raums, wo auch geschlossene Cheminées und Cheminéeöfen gebaut werden. In ländlichen Gebieten dürfte der Anteil von Holz zur Abdeckung des Raumwärmebedarfes im Bereich von bis zu 20 % liegen. Das wird durch die Auswertung nach Kantonen bestätigt: Gemessen an der installierten Leistung je Einwohner liegen die Kantone Obwalden, Schwyz und Nidwalden an der Spitze, die beiden Stadtkantone Genf und Basel Stadt am Schluss.

Die "Schweizerische Holzenergiestatistik: Folgeerhebung für das Jahr 1998" kann unter der Nummer 805.520 d bezogen werden bei der bei BBL/EDMZ, 3003 Bern, www.admin.ch/edmz.

Herausgeber:

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
Internet: http://www.uvek.admin.ch/index.html?lang=de



http://www.bfe.admin.ch/energie/00588/00589/00644/index.html?lang=de