Beginn Inhaltsbereich

Beginn Navigator

Ende Navigator



Empfehlungen der KNS für Etappe 2 der Standortsuche für geologische Tiefenlager

Brugg, 12.07.2011 - In Etappe 2 der Standortsuche für geologische Tiefenlager sind nach Ansicht der Eidgenössischen Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) zusätzliche 2D-Seismikuntersuchungen und eine anschliessende Lagebeurteilung erforderlich. Ausserdem empfiehlt die KNS, die Methodik für den qualitativen Vergleich der potenziellen Standorte genauer zu spezifizieren, die technische Umsetzung der Lagerkonzepte zu überprüfen und Varianten zur Erschliessung der Lager ohne Rampen abzuklären. Im Übrigen schliesst sich die KNS dem Fazit der ENSI-Stellungnahme vom März 2011 grundsätzlich an.

Im November 2010 (siehe Medienmitteilung vom 25.11.2010) hatte die Nagra den aktuellen Kenntnisstand über die geologischen Gegebenheiten an den sechs potenziellen Standorten für geologische Tiefenlager in einem Bericht dargelegt (NTB 10-01). Ende März 2011 wurde die Stellungnahme des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI zu diesem Bericht veröffentlicht (siehe Medienmitteilung vom 28.03.2011). Nun liegt auch die Stellungnahme der KNS vor.

Die KNS erachtet es als richtig, dass die Nagra ihre Arbeiten primär auf die Nordschweiz konzentriert sowie auf den Braunen Dogger und die Effinger Schichten. Nach ihrer Ansicht sind jedoch noch nicht alle für Etappe 2 relevanten Aspekte genügend geklärt. Die KNS empfiehlt daher, das 2D-Seismikmessnetz auch in den Standortgebieten Südranden und Jura-Südfuss zu verdichten.

Ob die nach Abschluss der von der Nagra dargelegten sowie der von ENSI und KNS empfohlenen zusätzlichen Arbeiten vorliegenden Daten zur Erreichung der Zielsetzungen von Etappe 2 ausreichen, ist gemäss KNS noch offen. Deshalb soll nach Abschluss dieser Arbeiten eine Lagebeurteilung erfolgen, wie dies auch von der Arbeitsgruppe Sicherheit Kantone und der Kantonalen Expertengruppe Sicherheit gefordert wird.

Vorgängig zur Einengung der Standortvorschläge in Etappe 2 soll zudem die Methodik des qualitativen Vergleichs genauer spezifiziert werden. Im Weiteren empfiehlt die KNS die umfassende Abklärung von Erschliessungsvarianten mit Vertikalschächten ohne Rampen sowie die Überprüfung der technischen Umsetzung der Lagerkonzepte.

Im Übrigen schliesst sich die KNS dem Fazit der ENSI-Stellungnahme grundsätzlich an und unterstützt die Forderungen des ENSI betreffend weiteren Untersuchungen.

Die Stellungnahme steht unter www.kns.admin.ch zur Verfügung und ist in gedruckter Form beim Sekretariat der KNS, Gaswerkstrasse 5, 5200 Brugg erhältlich (Tel. +41 56 462 86 86, E-Mail: contact@kns.admin.ch).

Adresse für Rückfragen:

Dr. Bruno Covelli, Präsident KNS, 062 842 15 88

Herausgeber:

Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit
Internet: http://www.kns.admin.ch


http://www.bfe.admin.ch/energie/00588/00589/00644/index.html?lang=de