Beginn Inhaltsbereich

Beginn Navigator

Ende Navigator



Datenbank Energieforschung

Sie finden die Forschungsprojekte bis zum 31.12.2016 in der Energieforschungsdatenbank und Forschungsprojekte ab dem 1.1.2017 in der ARAMIS-Datenbank.

Publikationsnummer: 220114
Publikationstitel: Ammoniakemissionen aus Gülle und deren Minderungsmassnahmen unter besonderer Berücksichtigung der Vergärung
Programm: Biomasse und Holzenergie
Projekt: 910017 - Biomasse (Holz)
Alle Publikationen zu diesem Projekt anzeigen     ARAMIS-Projektbeschreibung
Datum der Veröffentlichung: 01.04.2002
Auftragnehmer/in: Carbotech AG | Eulerstrasse 68 | 4051 Basel
Autoren/innen: Dr. Fredy Dinkel | Carbotech AG | +41 (61) 206 95 26 | f.dinkel@carbotech.ch
Urs Meier | Arbeitsgemeinschaft REAL | +41 (52) 365 46 86
Jean-Louis Hersener | Ingenieurbüro HERSENER | +41 (52) 338 25 25 | hersener@agrenum.ch
Verfügbare Dokumente: 220114.pdf ( de, 489 kb )
Abstract: Ziel der vorliegenden Studie ist es aufzuzeigen, ob und in welchem Mass technische Gülleaufbereitungsmöglichkeiten und insbesondere die Vergärung zu Biogas geeignete Reduktionsmassnahmen für die Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft darstellen. In Betracht gezogen wurden nur die Bereiche der Lagerung und der Ausbringung der Gülle. Emissionen im Stall und auf der Weide sind nicht berücksichtigt.Folgende Massnahmen wurden beurteilt:- Konventionelle Gülleproduktion- Vergärung der Rohgülle- Mist ohne Behandlung- Belüftung der Rohgülle- Separierung der Rohgülle- Separierung der Rohgülle und Belüftung der Dünngülle- Gülleadditive- Säurezugabe- Flockung- Fällung- Strippung.Die Verluste bei der konventionellen Produktion von Rindvieh- und Schweinegülle mit offenem Lager und Ausbringung mittels Prallteller belaufen sich auf rund 33 kg N/GVE ? Jahr. Ausser den beiden Massnahmen Vergärung der Rohgülle und Flockung führen alle anderen Behandlungsverfahren zu einer Verlustminderung bei Rindergülle von bis zu 34 % und bei Schweinegülle von bis zu 38 %.Die Vergärung von Gülle zu Biogas erhöht den für die Pflanzen nutzbaren Ammoniumgehalt und somit den Düngewert. Neben dem gesteigerten Düngepotential nimmt hingegen das Risikopotential von Stickstoffverlusten durch unsachgemässe Lagerung, Behandlung und Ausbringung zu. Bei der Vergärung der Rohgülle gehen bis 36 kg N/GVE ? Jahr des Ammoniumstickstoffs verloren. Aufgrund des erhöhten Ammoniumstickstoffanteils sollte die vergorene Gülle nur in gedeckten Behältern zwischengelagert und mittels emissionsmindernden Techniken ausgebracht werden.Die Vergärung stellt keine Massnahme zur Reduktion der Ammoniakemissionen dar.Nach aktuellem Kenntnisstand sind folgende Prozesse für eine massgebliche Reduktion der Ammoniakemissionen geeignet:- Bindung des Ammoniums mittels Säurezugabe- Fällung des Ammoniums und Überführung in ein Salz- Strippen des Ammoniums- Überführung des Ammoniums in direkt pflanzenverfügbares Nitrat mittels Nitrifizierung.Als praxistaugliche und schnell umsetzbare Massnahme zur Ammoniakverlustminderung kann die Separierung empfohlen werden.

zurück

Ende Inhaltsbereich



http://www.bfe.admin.ch/dokumentation/energieforschung/index.html?lang=de